Gut geschützt von Kopf bis Fuss: PSA als Gesamtlösung
Schutzbrille: geprüft. Gehörschutz: normkonform. Handschuhe: passend zur Tätigkeit. Auf dem Papier stimmt alles, allerdings drückt der Brillenbügel unter dem Kapselgehörschutz, und die Handschuhe erschweren das Nachjustieren der Brille. Nach einer Stunde wandert ein Teil der Schutzausrüstung in die Tasche und genau in diesem Moment entsteht die Lücke im Schutz.
Warum «gute Produkte» allein nicht reichen
Persönliche Schutzausrüstung (PSA) wird oft Stück für Stück beschafft: ein Helm hier, Handschuhe dort, bei Bedarf noch ein Gehörschutz. Jedes Produkt für sich ist normkonform und hochwertig, doch das Problem entsteht im Zusammenspiel:
- Passt Komponente A überhaupt zu Komponente B? (z. B. Helm + Gehörschutz + Visier)
- Deckt die Kombination alle Gefährdungen der Tätigkeit ab, oder bleiben Lücken?
- Wird die PSA im Alltag tatsächlich korrekt getragen, oder stört sie und wird umgangen?
An vielen Arbeitsplätzen treten mehrere Gefährdungen gleichzeitig auf. Aus diesem Grund muss PSA als System und nicht als einzelne Produkte gedacht werden, um Lücken zu schliessen, die im Ernstfall zu Verletzungen führen können.
Die Schutzanforderungen bestimmen die Auswahl
Persönliche Schutzausrüstung kommt dann zum Einsatz, wenn Gefährdungen nicht durch technische oder organisatorische Massnahmen ausreichend reduziert werden können.
Ausgangspunkt sollte nicht das einzelne Produkt, sondern die konkrete Arbeitssituation sein:
- Welche Tätigkeiten werden konkret ausgeführt?
- Welche Risiken bestehen dabei, z. B. mechanisch, chemisch, Lärm, Staub, Partikel?
- Welche gesetzlichen Vorgaben und Normen gelten für diesen Einsatz?
- Welche Körperbereiche müssen geschützt werden, und mit welcher Priorität?
Erst aus diesen Antworten ergibt sich, welche Schutzkomponenten nötig sind und wie sie kombiniert werden müssen.
Arbeitgeber sind dafür verantwortlich, geeignete PSA bereitzustellen. Entscheidend ist dabei, dass diese zur jeweiligen Tätigkeit passt und verschiedene Schutzkomponenten sinnvoll zusammenspielen.
Unterschiedliche Branchen, unterschiedliche Schutzlösungen
Die passende Kombination richtet sich nach Tätigkeit, Risiko und gesetzlichen Vorgaben. Die folgende Aufzählung ist keine abschliessende Liste, sondern zeigt die typischen Schutzschwerpunkte der jeweiligen Branchen auf:
Forst & Landwirtschaft
Kopf, Augen/Gesicht, Gehör, Hände, Füsse, sind je nach Tätigkeit häufig relevant
Industrie & Werkstatt
Je nach Tätigkeit: Augen-/Gesichtsschutz, Gehörschutz, Handschutz, Fussschutz, Atemschutz
Logistik & Lager
Fussschutz, Handschutz, Sichtbarkeit, situativ Kopfschutz
Reinigung & Chemikalien
Handschutz, Augen-/Gesichtsschutz, Schutzkleidung, abhängig von den eingesetzten Produkten
Gesamtlösung heisst dabei nicht «möglichst viel Ausrüstung», sondern genau das, was für die jeweilige Anwendung nötig ist und sinnvoll aufeinander abgestimmt wird.
PSA-Check: Passt Ihre Schutzausrüstung zusammen?
Eine universelle PSA-Lösung für jeden Arbeitsplatz gibt es nicht.
Nutzen Sie diese Checkliste, um Ihre aktuelle Schutzausrüstung zu überprüfen:
- Sind die Gefährdungen der jeweiligen Tätigkeit systematisch ermittelt und, wo erforderlich, dokumentiert?
- Sind gesetzliche Vorgaben und relevante Normen berücksichtigt?
- Sind alle relevanten Körperbereiche abgedeckt?
- Passen die einzelnen Schutzkomponenten physisch zueinander?
- Lässt sich die Kombination gleichzeitig sicher und komfortabel tragen?
- Entspricht die PSA den Anforderungen des konkreten Einsatzbereichs?
- Wissen Anwenderinnen und Anwender, wie die PSA korrekt eingesetzt wird?
Wenn Sie bei einer dieser Fragen zögern, lohnt sich ein Blick auf Ihre aktuelle PSA-Zusammenstellung.
DELTA unterstützt Unternehmen dabei, die passende PSA ausgehend von Tätigkeit, Gefährdungen und konkretem Einsatzbereich auszuwählen und sinnvoll aufeinander abzustimmen. So entsteht eine Lösung, bei der nicht das einzelne Produkt, sondern das Zusammenspiel der Schutzkomponenten im Mittelpunkt steht.
Beratung durch unser Expertenteam anfragen
ARTILUX® Forsthelm-Set: ein konkretes Beispiel für eine abgestimmte Schutzlösung
Ein konkretes Beispiel für dieses Prinzip ist unser neues ARTILUX® Forsthelm-Set: Schutzhelm, Gehörschutz und Forstvisier sind bereits werkseitig aufeinander abgestimmt und vormontiert. Erhältlich mit einem von drei Helmmodellen, für eine sichere, kompakte und alltagstaugliche Lösung im Forsteinsatz.
Häufige Fragen zu PSA-Gesamtlösungen (FAQ)
Was bedeutet «PSA als Gesamtlösung»?
Es bedeutet, dass Schutzausrüstung nicht als einzelne Produkte, sondern als aufeinander abgestimmtes System beschafft wird, passend auf Tätigkeit, Gefährdungen, gesetzliche Vorgaben und Alltagstauglichkeit.
Warum reicht ein normkonformes Einzelprodukt nicht immer aus?
Weil mehrere Schutzkomponenten im Einsatz gleichzeitig funktionieren müssen (z. B. Helm, Gehörschutz und Visier). Passen sie nicht zusammen, können Tragekomfort und Schutzwirkung beeinträchtigt werden. Zudem steigt das Risiko, dass die PSA im Alltag nicht konsequent oder korrekt genutzt wird.
Wer ist für die Auswahl der passenden PSA verantwortlich?
Grundsätzlich der Arbeitgeber. Er muss PSA bereitstellen, die zur jeweiligen Tätigkeit und den bestehenden Risiken passt.
Für welche Branchen bietet DELTA abgestimmte PSA-Lösungen an?
U. a. für Forst & Landwirtschaft, Industrie & Werkstatt, Logistik & Lager sowie Reinigung & Chemikalien.