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21.04.2026, 13:00:00

Handschutz verstehen: Normen sicher einordnen und richtig anwenden

Handschuhe sind in vielen Arbeitsbereichen unverzichtbar, ob in der Industrie, im Gesundheitswesen, in der Reinigung oder im Lebensmittelbereich. Sie schützen vor mechanischen Risiken, Chemikalien, Mikroorganismen oder thermischen Einwirkungen und leisten damit einen zentralen Beitrag zur Arbeitssicherheit.

Doch welcher Handschuh ist für welche Anwendung geeignet? Und was sagen die verschiedenen Normen tatsächlich aus?


Normen als Orientierung im Arbeitsalltag

Normen schaffen eine verlässliche Grundlage, um Schutzhandschuhe objektiv zu bewerten und vergleichbar zu machen. Sie definieren Prüfverfahren und Leistungsanforderungen und geben Anwendern damit eine wichtige Entscheidungshilfe.

Zu den wichtigsten Normen im Handschutz gehören unter anderem:

  • EN ISO 21420:2020
    Allgemeine Anforderungen an Schutzhandschuhe wie Passform, Komfort und Unbedenklichkeit
  • EN 388:2016 + A1:2018
    Schutz gegen mechanische Risiken wie Abrieb, Schnitt, Weiterreissen und Durchstich
  • EN ISO 374 (Normenreihe)
    Schutz vor Chemikalien und Mikroorganismen, inkl. Einteilung in verschiedene Schutztypen
  • EN 407:2020
    Schutz gegen thermische Risiken wie Hitze und Flammen
  • EN 511:2006
    Schutz gegen Kälte

Diese Normen sind auf den Handschuhen durch entsprechende Piktogramme und Leistungsstufen gekennzeichnet.

Normen werden dabei regelmässig überprüft und weiterentwickelt, um neuen Anforderungen aus Praxis, Materialentwicklung und Arbeitssicherheit gerecht zu werden. Eine aktuelle Einordnung ist daher entscheidend für die richtige Auswahl.

Je nach Branche und Anwendung kommen zusätzlich spezialisierte Normen zum Einsatz, etwa für elektrostatische Eigenschaften, Schweissarbeiten, Arbeiten unter Spannung oder den Umgang mit besonderen Gefahrenstoffen. Sie ergänzen die grundlegenden Anforderungen und ermöglichen eine noch gezieltere Auswahl für spezifische Einsatzbereiche.


Was bedeuten die Leistungsstufen?

Die angegebenen Werte zeigen, wie widerstandsfähig ein Handschuh gegenüber bestimmten Risiken ist. Je höher die Kennzahl, desto höher die geprüfte Schutzleistung.

Wichtig ist jedoch: Eine hohe Schutzklasse bedeutet nicht automatisch, dass der Handschuh für jede Anwendung optimal ist. Entscheidend ist immer die konkrete Einsatzsituation.

Zum Factsheet Normen


Mehr als Normen: Der richtige Handschuh im Gesamtkontext

Normen liefern eine wichtige Orientierung, ersetzen jedoch keine fundierte Auswahl. Für einen sicheren und effizienten Einsatz müssen weitere Faktoren berücksichtigt werden:

  • Passform und Ergonomie
  • Tragekomfort bei längeren Einsätzen
  • Materialeigenschaften wie Nitril, Latex, Vinyl oder Neopren
  • Griffgefühl und Feinmotorik
  • Wechselintervalle und Wirtschaftlichkeit
  • Gütesiegel (Dermatest, Oeko-Tex, etc.)

Erst im Zusammenspiel dieser Aspekte entsteht eine Lösung, die im Arbeitsalltag zuverlässig funktioniert.

Eine Übersicht geeigneter Modelle für unterschiedliche Anforderungen finden Sie in unserem Sortiment. Die Auswahl orientiert sich an typischen Einsatzbereichen und unterstützt eine praxisgerechte Entscheidungsfindung.

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Fazit

Normen helfen, Risiken zu verstehen und Schutzhandschuhe richtig einzuordnen. Die optimale Auswahl entsteht jedoch immer im Kontext der jeweiligen Anwendung.

Gerade beim Umgang mit Chemikalien ist eine sorgfältige Auswahl entscheidend. Unterschiedliche Substanzen, Einwirkzeiten und Materialbeständigkeiten stellen hohe Anforderungen an den Handschutz und machen eine differenzierte Betrachtung notwendig.

Zum Factsheet Chemikalienschutz


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